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casa MONTEDATO

LAVERTEZZO

2000-2001


Erstes Niedrigenergiehaus von deltaZERO. Maximale Einfachheit in der Gestaltung von Raum und Systemen.


TYPOLOGIE

Duplex-Einfamilienhaus, Neubau.

INSPIRATION

Der Bauherr ist ein Flug-Enthusiast und ein Fallschirmj├Ąger.

THEMA

Der Flug: der grosse Stahlfl├╝gel schwebt vom Berg zum See.

ZIEL

Hoher Innenraumkomfort, minimale Betriebskosten, Helligkeit und Flexibilit├Ąt. Geringe Baukosten. Alle Hauptr├Ąume haben freie Sicht nach S├╝den.

EINTEILUNG

Nebenr├Ąume und Verteilerr├Ąume bergseits; die Hauptr├Ąume sind in einer Reihe auf zwei Stockwerken angeordnet.

TECHNOLOGIE

Kontinuierliches Bel├╝ftungssystem mit Erdkollektor und W├Ąrmer├╝ckgewinnung. Beheizung durch elektrischen Widerstand im Estrich (vom Kunden nur f├╝r sporadische gastronomische Nutzung geforderter Schornstein).

NEUIGKEIT

Edelstahldach (deltaZERO Konzept, Prototyp).

BESONDERES

Begrenztes Budget: Antrag des Kunden, das Risiko auf die Gesamtkosten und den Zeitpunkt der Realisierung als Generalunternehmer zu ├╝bernehmen.


Das Gebäude wurde auf der Südseite mit grossen Fenstern ausgestattet, die neben dem offenen Blick auf die darunter liegende Magadino-Ebene am Lago Maggiore, zusammen mit dem Stahldach das Schlüsselelement des Konzepts der Energieeinsparung darstellen. Die Hierarchie der Wohnräume ist einfach und rational und folgt dem Entwurfskriterium, das die Architektur des Gebäudes kennzeichnet. Treppe, Korridore und Serviceräume liegen bergseits, während sich die Wohnräume mit grossen Fenstern zum Süden hin öffnen. Die inneren Trennwände sind durch Doppelplattengipskartonwände mit Steinwollzwischenräumen erhalten worden, die jederzeit verschoben oder beseitigt werden können: maximale Flexibilität des Gebrauchs und der Änderung ist garantiert.

Die verglasten Teile der Südfassade sind vom Stahldachflügel in einem Abstand zurückgesetzt, der eine Verschattung der Fenster im Sommer (hohe Sonne) während der Stunden erhöhter Sonneneinstrahlung gewährleistet, um eine Überhitzung des Volumens zu vermeiden.

Gleichzeitig wurde der Überstand des Dachflügels realisiert, um eine gute Sonneneinstrahlung während der Winterperiode (niedrige Sonne) zu gewährleisten, und den bestmöglichen Beitrag der passiven Solarenergie zu erhalten und somit den Bedarf an Energie für die Heizung zu minimieren.

Als nördliche Begrenzung des im Gebirge ausgegrabenen Bauvolumens ergeben sich wichtige Vorteile für die thermische Stabilität des Gebäudes, die in Kombination mit dem passiven Beitrag im Winter und insbesondere in den Übergangszeiten zu einem minimalen Energiebedarf für die Beheizung des bewohnbaren Volumens führen. Der Akkumulationseffekt, der durch das Einbringen des Volumens in den Berg und durch die Betonmasse der horizontalen Deckplatten erzielt wird, ergibt folglich ein ausgezeichnetes Raumklima in der Sommersaison ohne die Notwendigkeit eines Kühlsystems.

Der Heizenergiebedarf ist so gering, dass die Einführung einer herkömmlichen Heizungsanlage überflüssig ist: in den Estrichen wurde eine einfache und kostengünstige elektrische Widerstandspule eingelegt, die nur in Ausnahmefällen in Betrieb gehen soll, bei besonders kalten Wintertemperaturen oder längeren Zeiten ohne Solarversorgung.

Die extreme Einfachheit der Systeme führt zu minimalen Wartungskosten.